Partnerschaft

Unsere Partnerschaft mit der Gemeinde Teteman in Ghana

Ab 1995 unterstützte die Kolpingsfamilie das Studium von Pfarrer Simon Kofi Appiah in Deutschland und England.

Seit 2000 besteht die Partnerschaft von der St. Kilians-Gemeinde und der Gemeinde Teteman Ghana. Unsere Ansprechpartner sind Pfarrer Simon Kofi Appiah und Bischof Mante.

Unterstütz werden die Wasserversorgung, Bildungseinrichtung-Jasikan,  die schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie handwerkliche Ausbildungen.





Fronleichnamsprozession mit Bischof Mante






Denkmal-Einweihung

Am 28. November 2010 wurde vor dem kath. Gemeindehaus St. Kilian das Partnerschaftsdenkmal " Markelsheim - Teteman - symbolisch durch eine Wasserleitung verbunden" eingeweiht.

 






Begegnung mit Verantwortlichen der Spar- und Kreditgenossenschaft JADCAWACS in Ghana








Begegnung mit Verantwortlichen der Spar- und Kreditgenossenschaft JADCAWACS aus Ghana.

MARKELSHEIM. Über 40, überwiegend weibliche Besucher nahmen am Sonntagabend die Einladung des kath. Frauenbundes Markelsheim an, um sich über das Genossenschafts-Projekt in der Diözese Jasikan zu informieren.

Monika Kühlwein, Vorsitzende des örtlichen Frauenbundes erläuterte den afrikanischen Gästen, nach einer kurzen Begrüßung, die vielfältigen Aufgaben und Dienste die der Frauenbund in der Gemeinde und darüber hinaus übernimmt. Nach einer Bildpräsentation über die Aktivitäten aus einem Jahr Vereinsleben übergab Sie das Wort an Matthew Brains Kudo, Geschäftsführer der Spar- und Kreditgenossenschaft JADCAWACS und seiner ehrenamtlichen Mitarbeiterin Veronica Coomson.

Resi Bokmeier, jahrelang als Entwicklungshelferin in der Diözese Jasikan tätig, fungierte an diesem Abend als Dolmetscherin.  

Die große Armut, in der viele Frauen in Ghana leben, gab den Anstoß. Diesen Frauen sollte eine Perspektive gegeben werden. Initiator für das Projekt war Pfarrer Simon, welcher in Deutschland studierte und durch die Partnerschaft der Kirchengemeinde Markelsheim mit der Gemeinde Teteman, in der Diözese Jasikan/Ghana, kein Unbekannter in Markelsheim ist.

Mit dem kath. Frauenbund in Ghana fand Pfarrer Simon eine geeignete Vereinigung für sein Vorhaben.

Das erklärte Ziel: Die Unterstützung von Frauen des kath. Frauenbundes, gegen den Kampf der unmenschlichen Armut.

Mit finanziellen Mitteln der Weltkirche, der Aktion Hoffnung und des KDFB wurde der Grundstein für eine Spar- und Kreditgenossenschaft gelegt.

Wer Mitglied der Genossenschaft werden will, muss auch Mitglied im Frauenbund sein.

Alle Mitglieder verpflichten sich regelmäßig einen kleinen Betrag zu sparen und bei der

Genossenschaft anzulegen. Dafür verpflichtet sich die Genossenschaft Frauen kleine Kredite als Starthilfe für eine eigene Existenz zu geben. So unterstützt das Projekt überwiegend den Anbau von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, das Herstellen und Handeln mit Stoffen und Textilien sowie handwerkliche Arbeiten. Es werden aber in Notsituationen auch Kredite  für teure Operationen oder Schulausbildungen der Kinder ausgegeben.

Trotz, der extrem hohen Zinsen von aktuell 24 %, welche die Frauen für einen Kredit bezahlen müssen, werden 85 % der ausgegebenen Gelder wieder zurückgezahlt. Nach fast einem Jahr Vorbereitung wurde die Genossenschaft 2005 gegründet. Bis heute wurden insgesamt Kredite im Gesamtwert von ca. 70 000 € ausgegeben. Noch ist die Genossenschaft auf Spenden von außen angewiesen. Mittlerweile ist sie aber registriert und von der Regierung in Ghana offiziell anerkannt. Nach Erklärung von Matthew Brains Kudo – der übrigens Wirtschaft und Finanzen studiert hat, braucht  das Projekt noch zwei, drei Jahre  bis es sich eigenständig trägt.

Das Interesse der Veranstaltungsbesucher war sehr groß. So mussten nach dem Vortrag noch zahlreiche Fragen zur Genossenschaft, aber auch viele Fragen zur Stellung der afrikanischen Frau in der Gesellschaft und Familie, beantwortet werden.

Am Ende des sehr informativen Abends konnte Matthew Brains Kudo als Geschäftsführer der Spar- und Kreditgenossenschaft aus den Händen von Monika Kühlwein stolze 664,- Euro für das Projekt in Empfang nehmen, welche im laufe des Abends von den Besuchern gespendet wurden. Sichtlich überwältigt vor Glück waren Matthew und Veronica, als sich dann, nach der Veranstaltung, auch noch ein Besucher bereit erklärte, ein dringend benötigtes Laptop für die Organisation zu spenden.

Mit einer Betriebsführung in der Weingärtnergenossenschaft und einer Planwagenfahrt in die  Weinberge endete am Montag für die afrikanischen Gäste der zweitätige Besuch in Markelsheim.

                                                                  Karin Imhof für den KDFB Zeigverein Markelsheim